Am Dienstag morgen mussten wir zeitig aus den Federn (herrliche Formulierung, leicht angestaubt mit schoener Patina, man nimmt sie aus dem Regal und versucht sich daran zu erinnern, wann man sie zuletzt verwendet hat).
Im Taj Coromandel***** schlief der bayerische Wirtschaftsminister Huber. Sein Hofstaat ebenfalls. Eine Handvoll Gesinde sowie ca 30 Wirtschaftsdelegierte waren im selben Gasthof abgestiegen. Da Ihr Flug Verspaetung hatte und sie nach Ankunft um 2.00 nachts wohl erstmal den Staub von den Lebern waschen mussten, sah es am naechsten Tag ein wenig so aus, als waeren versehentlich nur Bestattungsunternehmer mitgekommen.
Insgesamt machte die Truppe aber einen sehr sympathischen Eindruck. Nachdem der Minister vom Generalkonsul begruesst worden war, setzten diese sich in einen Mercedes mit Deutschlandfaehnchen (Halloo!! WM ist durch!) und brausten davon. Die 40 Mann Gefolge passten leider auch nach indischen Massstaeben nicht mit in die E-Klasse und musste die gecharterten Busse besteigen. Auch ich.
Gemeinsam besuchten wir einige Industriewerke wie zum Beispiel Sundaram, einen grossen Automobilzulieferer. Da ich bisher auch viele Unternehmen der Mittelklasse kennengelernt hatte, war ich erstaunt ob der geleckt sauberen Werkshallen mit modernsten Maschinen. Vielleicht werden die wirklich sauber geleckt. Arbeitskraefte sind ja da und schoen sieht's auch aus.
Im Laufe des Tages besuchten wir auch das Winergy-Werk von Siemens Flender, die hier modernste Windkraftanlagen bauen. Sehr imposant: die fuer Pruefverfahren eingesetzten Maschinen kosten Millionen und sehen so aus wie ein Haeuschen aus Stahl, aus dem so ein langer duenner Affenp...schande, dass ich jetzt keinen Vergleich parat habe. Jedenfalls kommt da so'n Pinorrek raus und misst die gefertigten Teile in ungehoerter Praezision. Dufte!
Im anschliessenden Vortrag waren fuer mich nicht so sehr die technischen und oekonomischen Details der Firma interessant, sondern vielmehr der erste Redner.
Er hat Winergy gerade an Siemens verkauft.
Witzigerweise sah dieser Redner Henry Kissinger sehr aehnlich. (Fuer die juengeren Leser: Henry Kissinger spielt nicht bei Chelsea, sondern war u.a. Aussenminister der USA)
Dieser Mann wirkte auf mich wie ein Symbol der Nachkriegszeit: mit einem grossen Haupt, stark untersetzt, verschwitzt mit lockigen Resthaaren und einer riesengrossen Hornbrille. Aber brilliant, der Mann! Glasklar und hammerhart. Dennoch sehr sympathisch.
Sein Fazit fuer die Unternehmer kann wie folgt wiedergegeben werden:
1. Wer auf schoenen Autobahnen fahren will, soll nach China gehen; wer Geld verdienen will, soll nach Indien gehen.
2. Wenn Ihr nach Indien wollt, geht jetzt dorthin. In wenigen Jahren kommen die Inder zu uns.
Und dann ist Schluss mit lustig!
So, Schluss ist nicht nur mit lustig, sondern auch mit diesem post. Heute mach ich frueher Schluss, und werde mich gleich lustig in der Sonne aalen. Morgen wird der Post fortgefuehrt. Und zwar volle Pulle! Ciao!
Im Taj Coromandel***** schlief der bayerische Wirtschaftsminister Huber. Sein Hofstaat ebenfalls. Eine Handvoll Gesinde sowie ca 30 Wirtschaftsdelegierte waren im selben Gasthof abgestiegen. Da Ihr Flug Verspaetung hatte und sie nach Ankunft um 2.00 nachts wohl erstmal den Staub von den Lebern waschen mussten, sah es am naechsten Tag ein wenig so aus, als waeren versehentlich nur Bestattungsunternehmer mitgekommen.
Insgesamt machte die Truppe aber einen sehr sympathischen Eindruck. Nachdem der Minister vom Generalkonsul begruesst worden war, setzten diese sich in einen Mercedes mit Deutschlandfaehnchen (Halloo!! WM ist durch!) und brausten davon. Die 40 Mann Gefolge passten leider auch nach indischen Massstaeben nicht mit in die E-Klasse und musste die gecharterten Busse besteigen. Auch ich.
Gemeinsam besuchten wir einige Industriewerke wie zum Beispiel Sundaram, einen grossen Automobilzulieferer. Da ich bisher auch viele Unternehmen der Mittelklasse kennengelernt hatte, war ich erstaunt ob der geleckt sauberen Werkshallen mit modernsten Maschinen. Vielleicht werden die wirklich sauber geleckt. Arbeitskraefte sind ja da und schoen sieht's auch aus.
Im Laufe des Tages besuchten wir auch das Winergy-Werk von Siemens Flender, die hier modernste Windkraftanlagen bauen. Sehr imposant: die fuer Pruefverfahren eingesetzten Maschinen kosten Millionen und sehen so aus wie ein Haeuschen aus Stahl, aus dem so ein langer duenner Affenp...schande, dass ich jetzt keinen Vergleich parat habe. Jedenfalls kommt da so'n Pinorrek raus und misst die gefertigten Teile in ungehoerter Praezision. Dufte!
Im anschliessenden Vortrag waren fuer mich nicht so sehr die technischen und oekonomischen Details der Firma interessant, sondern vielmehr der erste Redner.
Er hat Winergy gerade an Siemens verkauft.
Witzigerweise sah dieser Redner Henry Kissinger sehr aehnlich. (Fuer die juengeren Leser: Henry Kissinger spielt nicht bei Chelsea, sondern war u.a. Aussenminister der USA)
Dieser Mann wirkte auf mich wie ein Symbol der Nachkriegszeit: mit einem grossen Haupt, stark untersetzt, verschwitzt mit lockigen Resthaaren und einer riesengrossen Hornbrille. Aber brilliant, der Mann! Glasklar und hammerhart. Dennoch sehr sympathisch.
Sein Fazit fuer die Unternehmer kann wie folgt wiedergegeben werden:
1. Wer auf schoenen Autobahnen fahren will, soll nach China gehen; wer Geld verdienen will, soll nach Indien gehen.
2. Wenn Ihr nach Indien wollt, geht jetzt dorthin. In wenigen Jahren kommen die Inder zu uns.
Und dann ist Schluss mit lustig!
So, Schluss ist nicht nur mit lustig, sondern auch mit diesem post. Heute mach ich frueher Schluss, und werde mich gleich lustig in der Sonne aalen. Morgen wird der Post fortgefuehrt. Und zwar volle Pulle! Ciao!

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